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Review: Vestax VCI-400 4-Kanal DJ-Controller, BPM-Show 2011

Lange ist es bei Vestax etwas ruhig gewesen, denn abgesehen von Neuerscheinungen wie das Pad-One gab es im vergangenen Jahr keine Neuheiten. Um so schöner ist es zu sehen, dass sich das Warten gelohnt hat, denn mit dem VCI-400 stellt Vestax einen 4-Kanal Controller vor, der an den aktuellen Markt im Profibereich anschließt. Ausgeliefert wird der VCI-400 mit der neuen Serato Software DJ Intro und einer 4-Deck Version von Virtual DJ LE. Wer sich das Layout genauer anschaut und Traktor Pro 2 kennt, wird schnell feststellen, dass der Controller sehr gut auf Traktor Pro 2 zugeschnitten ist. Warum aber eine Traktor LE nicht im Lieferumfang dabei ist liegt einzig daran, dass NI strategisch die eigenen Produkte (S4) schützt. Wir haben einen Prototypen des VCI-400 mal unter die Lupe genommen und ein paar Details zu den Funktionen erfahren.

Mixer Sektion

Der VCI-400 ist mit vier Kanalfadern ausgestattet, deren Volume LEDs in den Kanalweg integriert wurden (Diese Technik ist zwar keine Weltneuheit, jedoch tauchte sie bisher lediglich beim neuen DDJ-Ergo V von Pioneer auf). Die unterschiedliche Farbgebung der LEDs zwischen Kanal C und A oder B und D soll ein vertauschen der Decks verhindern, denn die Controller Elemente oberhalb des Jogwheels und das Jogwheels selbst sind über einen Kippschalter jeweils einem bestimmten Deck zuweisbar. Der jeweilige Deckstatus dieser Elemente wird ebenfalls durch ein Wechseln der Farbe angezeigt. Zwischen den Kanalfadern gibt es eine dreifarbige Master-Volume LED-Kette, ähnlich wie man sie vom VCI-300 kennt. Oberhalb jedes Kanalfaders befinden sich die Cue-Tasten für das Kopfhörersignal und zwei Knöpfe zur Effektbankzuweisung. Die großen roten Drehregler sind zur Steuerung des Filters gedacht, so wie man es damals vom Carl Cox Mixer kannte. In der Mitte des Controllers erstreckt sich eine rot hinterlegte Fläche, die die Browser Sektion markiert. Angepasst an den Workflow eines DJs dient der schwarze Encoder als Navigationsrad für die Trackliste bzw. der Ordnerliste. In jedem Kanalzug befindet sich im rot markierten Feld dann jeweils eine Load- und Sync-Taste, um den ausgewählten Track in das jeweilige Deck zu laden und direkt zu synchronisieren. Der Druckpunkt dieser Tasten ist ähnlich der des VCI-100MK1. Die weitern Regeler in den oberen Bereich der Kanalzüge sind fast selbsterklärend, sprich ein 3-Band EQ und Trim. Die hier verwendeten Reglerkappen entsprechen deren des VCI-100MK2 oder PMC-05PRO4. Sie haben einen angenehmen Widerstand, der schnelle Manöver zulässt und sind gleichzeitig optisch als auch haptisch mit einer Statusmarkierung versehen, die auch bei schlechter Sicht ein natürliches Statusfeedback geben. In der oberen Mitte des Controllers befinden sich vier kleine Tasten und ein kleiner Fader, die zur Ansteuerung des Looprecorders in Traktor Pro 2 angedacht sind. Oberhalb davon befindet sich der Master Volume Regler.

Transport Sektion

Die Transport Sektion ist nicht vom Deckumschalter C/A und B/D abhängig, sondern gewährt direkten Zugriff auf die Start und Cue Funktion der einzelnen Decks. Dabei bleiben die beiden inneren Tasten immer die Play und Cue Funktion der Hauptdecks A und B. Die restlichen Tasten sind dann z.B. zur Ansteuerung der Sampleplayer in Traktor Pro 2 nutzbar. Sofern man sich aber für ein vollwertiges Deck C oder D entscheidet sind die ersten beiden Tasten die Play und Cue Funktion. Die zwei übrig gebliebenen Tasten bleiben dann frei belegbar. Damit das ganze aber nicht zu Verwirrung führt wird je nach Deckmodus das ganze ebenfalls farblich unterschieden. Die Transporttasten sind wegen der etwas höheren Beanspruchung gummiert und verfügen über einen anderen Druckpunkt, als die restlichen Tasten auf dem Controller.

Jogwheels

Die Jogwheels wurden größtenteils vom VCI-100 MK2 übernommen. D.h. die berührungsempfindliche Metallfläche in der Mitte dient zum Scratchen und der äußere Acrylring zum Pitchbending. Wie schon seit eh und je, sind die Jogwheels zweifarbig beleuchtet, um den Status anzuzeigen. Lediglich die interne Mechanik und die Kappe zum Verstellen des Jogwheel Widerstandes wurden überarbeitet, um die Nutzung sowohl komfortabler als auch präzieser zu gestalten. Oberhalb des Jogwheels befindet sich der Deckumschalthebel, mit dem man das Jogwheel und die darüber angeordneten Knöpfe, Regler und Pitchfader entweder Deck C oder A bzw. B oder D zuweisen kann.

 

Loop- und Cue-Punkt Sektion

Oberhalb des Jogwheels befinden sich 8 quadratische Tasten und nochmal 4 kleinere darunter. Man hat hier bewußt auf eine Beschriftung der einzelnen Funktionen verzichtet, da der Controller hier entweder frei zuweisbare Tasten hat oder je nach  genutzter Software unterschiedliche Vor-belegungen haben wird. Im Falle von Traktor Pro 2 Kann man hier davon ausgehen, dass im Zusammenschluss mit den darüber angeordneten Encodern folgende Funktionen möglich sind:

  • Looplänge und Aktivierung (Encoder 1)
  • Loop In / Loop out
  • Move (Jump) Länge und Aktivierung (Encoder 2)
  • Move Vor- und Rückwärts
  • Hot-Cues 1-8 pro Deck (oder 4 Hotcues inkl. Hotcue löschen)

oder ähnliches…

Effektsektion

Die Effektsektionen befinden sich jeweils im linken und rechten oberen Bereich des Controllers. Wie schon in der Loop und Cue-Punkt Sektion sind die Regler nicht beschriftet. Jedoch läßt sich leicht erahnen, wofür die insgesamt vier Drehregler angedacht sind. Einer der vier Drehregler ist sogar ein Encoder, der z.B. das wechseln der Effekte ermöglichen könnte. Die beiden kleineren, außen liegenden Knöpfe dienen wahrscheinlich zum Wechseln der Effektbank.

Der Rest der Controller Oberfläche

  • Vinyltaste: Die kleine Vinyltaste oberhalb des Jogwheels dient zur Umschaltung in den Scratch Modus.
  • Pitchfader: Die beiden  Pitchfader sind jeweils mit zwei Kontrollämpchen ausgestattet. Die rote Kontrolllampe gibt die Nullstellung an. Die grüne Kontrolllampe zeigt an, ob sich der Fader in einer Abholsituation befindet (In Traktor Pro= Softtakeover).

 

Front

Auf der linken Frontseite befinden sich die Regler für die Jogwheel Empfindlichkeit und Crossfaderkurve. Weiter mittig befindet sich jeweils für Kanal C und D ein dreistelliger Schalter. Damit wählt man den Input- bzw. den Deckmodus dieser Kanäle aus. Im Falle von Traktor Pro 2 kann man so zwischen regulärem Deck,

Sampleplayer oder der Eingabe einer externen Soundquelle (Über Software durchgeschliffen) wählen. Der Schalter wechselt also praktisch die im Template enthaltenen “Midi Pages” und ist kein Input Wahlschalter, so wie man es von einem Mischpult kennt. Auf der rechten Seite der Front befindet sich die Vorhör Sektion mit einem Kopfhörer Klinken-Ausgang und den Reglern für Lautstärke und Cue-Select. Das Besondere an den Reglern ist die Griffigkeit durch ihre geriffelte Oberfläche und die Tatsache, dass sie sich mechanisch mit einem Klick ins Gehäuse versenken lassen. Das hat den Vorteil, dass man sie nicht versehentlich verstellen oder gar beim Transport beschädigen kann.

 

Rückseite/Anschlüsse

Die 6-Kanal Soundkarte des Der VCI-400 bietet auf der Rückseite neben zwei regelbaren Mic Inputs (Klinke-XLR Kombi) ebenfalls  zwei regelbare Line Inputs (Cinch), die entweder direkt auf das Mastersignal oder auf Kanal C und D geschaltet werden können. Bei letzterem handelt es sich um ein Durchschleifen durch die Software (Audio Thru) und nicht um eine analoge Mixer Funktion. Die beiden Master Ausgänge (Klinke und XLR) sind parallel laufend, d.h. es gibt keinen separat regelbaren Master Ausgang (Booth Out). Weiterhin befindet sich auf der Rückseite der Anschluss für das mitgelieferte Netzteil und der USB-Port. Anders als bei den restlichen Vestax Controllern muss der VCI-400 mit einem Netzteil betrieben werden, da die Stromstärke eines regulären USB-Ports nicht ausreicht, um all die vielen Lampen und letztendlich die Soundkarte mit ausreichend Power zu versorgen.

Gehäuse

Bei der Wahl der Materialien für DJ-Controller scheiden sich die Geister. Für die einen ist die Verwendung von Kunststoff ein No-Go, weil es billig wirkt. Für andere bedeutet es aber einen Komfort beim Transport. Vestax hat dem VCI-400 eine massive Stahlplatte als Faceplate verpasst. Die unterseite besteht aus einem schwarz/anthrazit farbenen Kunststoff, der keine Spur einer billigen Verarbeitung aufweist. Viel eher erscheint einem diese Wahl logisch, wenn man auf das Gesamtgewicht von 4,5 Kg schaut. Denn wäre das Gehäuse

komplett aus Stahl, so könnte man gut mit dem doppelten Gewicht rechnen. Die Ecken sind mit Metallstücken verstärkt, die eine durchgehende Verbindung von Faceplate und Bodengehäuse bilden. Dadurch ist der Controller auch von seitlichen Stößen geschützt. Schaut man sich das Bodengehäuse genauer an, so findet man dort ein verschraubtes Fach, dass bei Abnahme den Faderwechsel ermöglichen soll. Ähnliches wurde bereits schon beim VCI-300 MK2 verbaut.

Weitere Infos vom Hersteller:

Der VCI-400 ist ein 4-Kanal Profi DJ-Controller mit einer integrierten 6-Kanal Soundkarte zur direkten Steuerung von vier Decks. Die durchdachte Anordnung der Bedienelemente ermöglicht ein intuitives Arbeiten mit der Software Traktor Pro 2 von Native Instruments ohne dabei den Computer berühren zu müssen. Der VCI-400 vereint Qualität, Komfort, Übersichtlichkeit und Style in einem Gerät, ohne dabei Kompromisse eingehen zu müssen. Hochauflösende, berührungsempfindliche Jogwheels mit einstellbarem Widerstand und visuellem Feedback sorgen für eine präzise Track Kontrolle. Von der Trackauswahl bis zum Trackstart stehen alle nötigen Funktionen im direkten Zugriff, um den Workflow noch schneller und noch effektiver zu gestalten. Eine Multicolor Tastenbeleuchtung verhindert Verwechslungen und gewährt auch in einer dunklen Umgebung ein gezieltes Arbeiten. Ob Effekte, Loops, Hot Cues oder Beatjumps, der VCI-400 bietet für all diese Features den Bedienkomfort, den Profi-DJs heut zu Tage verlangen.

Features:

  • Metall Faceplate
  • Integrierte 24Bit,  6-Kanal Soundkarte (4In/2Out)
  • 4 physische Fader zur Vierdecksteuerung
  • 2 Stereo Line Eingänge (Nur Software-Mixing)
  • Master und Kanal Volume LEDs
  • Extragroße Filterregler
  • Looprecorder Sektion
  • Effektsektion pro Deck
  • 8 Cue-Punkt Tasten pro Deck
  • Erweiterte Transportsektion mit 6 Tasten
  • 2 beleuchtete, hochauflösende, berührungsempfindliche Jogwheels
  • Einstellbarer Jogwheelwiderstand
  • Multicolor Tastenbeleuchtung
  • Übersichtliche Browsersektion
  • Loop- und Beatjump Encoder
  • Einstellbare Crossfaderkurve
  • Auswechselbare(r) Line- und Crossfader
  • Traktor Pro 2 kompatibel

Lieferumfang:

  • Serato „DJ Intro“ Software CD & Overlays
  • Virtual DJ 4-Decks LE Software CD & Overlays
  • Blanko Overlays
  • Netzteil
  • USB Kabel

Maße : 457 (B) x 328 (H) x 61 (T) mm
Reglergröße: 15 (D) x 20 (H) mm
Gewicht: 4.5kg

Preis: ca. 799,- Euro

Lieferzeit: Dezember 2011

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KORG&MORE – Hausmesse 2011

Korg&More, eine Subdivision von Musik Meyer hat auch dieses Jahr wieder zur Hausmesse geladen. Hier gibt’s ein kurzes Review. Weiterlesen

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Interview: DJ Unkut (DMC Online Champion)

“CONGRATULATIONS TO UNKUT THE WORLD’S FIRST DMC ONLINE DJ CHAMPION! The crown rests in Germany! ” heißt es auf der Titelseite der DMC-Website. Unabhängig dieser Tatsache hatten wir vor diesem Titelgewinn die Gelegenheit Herrn Unkut ein paar Fragen zu stellen, um zu erfahren, was eine Artist bewegt, der schon einige Titel errungen hat.

Du hast über Jahre hinweg einige Turntablelism Titel errungen. Wird das nicht langsam langweilig oder welche Ziele hast Du Dir aktuell und für die Zukunft gesetzt ?

Ja, dem Battleding habe ich über die Jahre hinweg schon einiges an Zeit gewidmet. Natürlich ist es nicht mehr ganz so reizvoll wie früher denk ich. Wie du schon angesprochen hast, habe ich bereits einiges an Titeln gewonnen und bin dementsprechend nicht mehr so hungrig wie früher. Für dieses Jahrs hatte ich seit meinem letzten WM Titel 2007, einfach nochmal Bock neue Routines zu machen und auf einer angemessenen Platform wie den Dmc’s zu präsentieren.

Ich hab ne Phase gehabt, wo es wirklich nur noch reiner Job war, mir allerdings der Spaß an der Sache dadurch total verloren gegangen ist. Deshalb ist mir für die Zukunft einfach nur das wichtigste Bock auf Musik zu haben. Mein großes Ziel ist aber schon im Production Bereich Fuß zu fassen. Was das Battlen angeht, bin ich auch durch damit. Eigentlich bin ich schon ein Oldtimer in der Szene. Ich sollte schon längst in Rente sein und mich den ganzen Tag von mind. 2 Ägypterfrauen mit Weintrauben füttern lassen 🙂

Was willst Du produzieren ? Gibt es schon Produktionen die man sich anhören kann ?

Vom Sound her, ist es hauptsächlich Glitch Hop, Rap, Experimental & teilweise auch Electro würd ich sagen. Eigentlich immer worauf ich gerade Lust habe oder was mich halt inspiriert mich vor den Rechner zu hocken. Nein, bisher habe ich nichts released, außer einzelne Tracks & Scratchbeats zum Download auf Facebook und Soundcloud. Ich habe zwar einiges auf meiner Festplatte, aber damit werde ich mir Zeit lassen, bis ich den Sound reif genug finde. Habe noch einiges zu lernen denke ich, bis ich selber 100 % damit zufrieden sein kann. Also kann noch n Weilchen dauern =)

Du nimmst aktuell an der DMC-Online Competition teil, bei der auch digitale Technik zum Einsatz kommt. Wie stehst Du zum Digital-DJing bzw. wo siehst Du die Vor- und Nachteile ?

Also generell denke ich das der Einsatz von digitaler Technik besonders die Dmc Online competition bereichert hat. Es ist in dem Bereich einfach was Neues und die Dj’s haben für meinen Geschmack auch eine gute Mitte gefunden. So dass es nicht zu sehr in Controllerism abgedriftet ist, aber der Einsatz von Effekten auch nicht vernachlässigt wurde. Mich persönlich hat das auf jeden Fall mehr gereizt, als wenn es wieder ein rein “klassisches” Battle gewesen wäre.
Nachteile sehe ich eigentlich nicht wirklich. Dvs Systeme & Effekte sind seit Jahren alltäglich im Dj Bereich, deshalb war es eigentlich nur eine Frage der Zeit bis Dmc den Schritt in die Richtung machen würde und ein zeitgemäßes Regelwerk an den Start bringt.

Wie lange bereitest Du dich im Schnitt auf eine Meisterschaft vor und wie gehst Du an die Sache ran ?

Phew, es ist auf jeden Fall immer sehr zeitintensiv und stressig, weil ich es so gut wie nie schaffe rechtzeitig anzufangen =) . Für die Godzilla Porn Routine und den ersten neuen Part im Final Video bspw. habe ich jeweils ca. 3-4 Wochen jeden Tag dran gearbeitet. Also, erstmal alle Synths & Sounds in Ableton spielen, arrangieren ( 50 % trial & error =) , Patterns bauen, verfeinern und das ganze dann noch auf Sauberkeit üben. Letzteres ist für mich immer das schlimmste an der Sache. Das kreative macht mir immer noch großen Spaß, aber im Vergleich zu früher kann ich irgendwie nicht mehr soviel Motivation aufbringen, meine Routines wochenlang auf Sauberkeit zu üben. Es ist natürlich auch nochmal entscheidend für welchen Zweck man das Ganze macht, in diesem Fall ist es eine Online Weltmeisterschaft die ich gewinnnen will. Somit war mein Anspruch hoch, etwas “ordentliches” abzuliefern und der Zeitaufwand dementsprechend. Also optimal find ich 2 bis 2 1/2 Monate , um wirklich 100% bringen zu können.

Mit welchem Equipment arbeitest Du momentan ? Und was machst Du im Detail damit ?

Fürs DJing habe ich hier PDX & Technics Teller und den 05er PMC PRO4 als Mixer im Einsatz. Dazu benutze ich noch TS Pro 2 , X1 Controller und ne Maschine. Für Routines oder Scratchzeugs benutze ich die PDX und fürs Mixen eher die Technics, wobei die momentan auch etwas einstauben. Traktor benutze ich halt als DVS System und zum ansteuern von Effekten, Cuepoints etc. den X1 & die Maschine. Finde das alles sehr geil gelöst und bietet einfach sehr viele Möglichkeiten das alles abzustimmen wie man es gerade braucht. Zum Produzieren bin ich recht mager ausgestattet, aber habe letztendlich alles was ich brauche. Ableton, Macbook Pro, Midikeyboard und Vst Plugins. Habe da allerdings auch massiv abgespeckt, weil man sich auch schnell im VST-Dschungel verlieren kann. War zumindest bei mir so. Im Endeffekt benutze ich ca. 2-3 VstPlugins, ( Massive, Sylenth und ein paar andere von Native Instruments) Dazu noch ein paar Mastering Plugs. Ich hätte auch gerne 1-2 Synthies, aber braucht man nicht zwingend, um gute Sachen zu machen, denk ich.

Was empfiehlst Du Nachwuchs DJs, wenn sie das Mixen und Scratchen erlernen möchten? Was müssen sie machen, wo können sie hingehen, was brauchen sie dazu ?

Am Anfang sollte es einfach nur Spaß machen denk ich. Rumprobieren und gucken ob man überhaupt am Ball bleiben will. Es muss deshalb auch nicht immer direkt das teuerste Equipment sein, da man ja ohnehin fast schon um einen Laptop + Dvs System nicht mehr herum kommt. Deshalb find ich beispielsweise, die Vibra Dj school eine gute Sache für Leute die damit anfangen wollen. Man wird über basics bis fortgeschrittenen Kram fürs Mixen und Scratchen unterrichtet und kann so wirklich erstmal einen Eindruck vom djing kriegen. Ohne sich direkt in Unkosten zu stürzen. ( Dj Unkosten fand ich auch nice, ganz nebenbei). Ansonsten bieten Youtube etc. mit etlichen Tutorials & Videos heutzutage natürlich auch eine Menge an Material..
Vor allem braucht man aber erstmal eine große Portion Geduld.

Welche DJs sind Vorbilder für Dich und wem zollst Du aktuell am meisten Respekt ?

Oh, das sind recht viele… Inspirierend waren und sind immer noch auf jeden Fall Leute wie die Lordz of Fitness, I emerge, Tigerstyle, Craze, Vinroc, Mixmaster Mike, Qbert, ,A Trak, Pro Zeiko, Noisy Stylus, Akd, M-Tech, Muzzell, Troubl, Netik,,D-Styles, P Trix, X-men um ein paar zu nennen. Ich denke ich zolle generell den Leuten immer am meisten Respekt, die einfach konstant mit Qualität überzeugen. Ist natürlich nochmal Definitionssache.

Was findest Du aktuell in der DJ Szene gut und was nervt ohne Ende ?

Generell find ich cool, das es einfach eine lockere Szene ist. Der Großteil der Dj’s sind alles recht “normale” Typen und bilden sich auch nicht viel auf ihren Kram ein. Ich habe über die Jahre hinweg einige Weltmeister, Scratchpioniere und DJ Legenden getroffen und muss sagen das die besten Typen eigentlich ausnahmslos immer die coolsten waren Es gibt natürlich auch Penisneid, Hater…. , aber es ist schon eine Szene die recht auf dem Boden geblieben ist, wenn man das teilweise mit der Rap Szene vergleicht.

 

Worin ich auch klare Vorteile sehe ist, das z.B. diese digitale Geschichte in Kombi mit Turntables immer mehr Anklang findet, weil es die Sache wieder etwas interessanter und frischer macht. Hat mich persönlich wie oben schon erwähnt, sehr motiviert überhaupt wieder neue Routines zu machen. Im Gegenzug ist gerade dadurch auch so ziemlich jedem das Djing zugänglich gemacht worden, der letztendlich nur noch Buttons drücken und Cuepoints im Auge behalten muss. Ich möchte natürlich auch mit geringstem Stress und Aufwand performen, aber ich denke trotzdem das die Herangehensweise nochmal eine ganz andere ist, wenn man das “Handwerk” von Grund auf gelernt hat oder eben direkt mit einem Controller loslegt. Am besten dann noch als Djane im Bikini und mit Champus dabei 😉 Als reiner Controllerist ( sagt man das so?? ) ist das natürlich egal.

 

Ich könnte jetzt auch noch das alte Thema mit selbstproduzierten Routines/ Custrom Records durchkauen, mich über planlose Businessmenschen oder über “Künstler” die sich über Youtube Views & Facebook likes definieren auslassen, aber das wäre etwas langweilig.
Außerdem muss ich jetzt auch dringend Eis essen.

Wenn Du drei Wünsche offen hättest, welche wären das ?

1. Das Miami Vice als Neuauflage mit ner Serie zurück kommt. Aber nur mit Tubbs & Crockett.
2. Ein Chewbacca Kostüm mit rosa Fell ( Jabba würd ich auch noch nehmen)
3. So ‘n schön dicken Schnauzer wie Ibrahim Tatlises

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VESTAX PAD-ONE – Review

Würden wir Autos testen und vergleichen, so wäre dieser Beitrag in der Kategorie “Geländewagen” zu finden! Denn das PAD-One von Vestax ist wirklich ein massives Stück Controller. Weiterlesen

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Vestax Pad-One: Eisenharter Pad-Controller

Seit einigen Tagen wird das Pad-One von Vestax weltweit ausgeliefert. Vorgestellt wurde es bereits im Oktober 2010 auf der BPM-Show in Birmingham (England). Nach einigen kleinen Veränderungen ist das Pad-One nun im Handel erhältlich. Wir haben ein Exemplar genauer unter die Lupe genommen, um zu zeigen, wo die Besonderheiten bzw. Unterschiede zu den bisher am Markt vorhandenen Pad-Controllern im Taschenformat liegen.

Die erste Auffälligkeit des Pad-One ist sein Alu-Gehäuse, das ähnlich wie bei der aktuellen Apple Macbook-Serie aus einem Stück gegossen ist. Das macht das Pad-One so gut wie unzerstörbar, denn sogar hohe Belastungen hält dieser Midi-Controller aus ohne Anzeichen von Verwindungen zu zeigen.

Wie auch die Korg Nano- oder Akai LPD-Serie, ist das Pad-One ein kleiner portabler Midi-Controller. Die 12 anschlagdynamischen Pads dienen zur Ansteuerung von Cue-Punkten oder Samples und sind mit zweifarbigen LEDs beleuchtet. Insgesamt kann man das Pad-One über 4 Pad-Ebenen bedienen, so wie man es auch vom Korg Nanopad kennt. Dabei lassen sich die Pads individuell nach Midi-Note, Velocity und Midi-Kanal über den internen Editor verändern. Ein zusätzlicher Software Editor oder Treiber muss nicht auf dem Rechner installiert werden, so dass man auch Einstellungen vornehmen und abspeichern kann, ohne einen Computer zu nutzen. Lediglich Strom sollte der Controller dafür bekommen.Die Bedieneigenschaften der Pads lassen sich zusätzlich über die Tasten „Roll“, und „Chromatic“ im Hold-Modus verändern. D.h. Die Pads können BPM abhängig ge-loopt werden. Die BPM tappt man dann über die entsprechende Taste ein. Das X/Y Touchpad lässt sich z.B. zur Effektsteuerung nutzen, so wie man es z.B. von den korg Kaosspads kennt. Man kann also 2 Parameter mit einem Finger steuern.

Die Mididaten werden entweder per USB oder über den Mini-Midi-Anschluss gesendet. Letzteres bietet den Vorteil auch andere Midigeräte direkt anzusteuern. Da es so gut wie keine Kabel für den Mini-Midi-Anschluss gibt, liegt ein passender Adapter im Lieferumfang bei. Technisch gesehen ist das nicht die eleganteste Lösung, dafür ermöglicht es aber, dass das Pad-One weiterhin seine flache Bauweise beibehalten kann. Und sofern man einen Rechner hat, der eventuell nicht genügend Strom über den USB liefert, kann optional ein Netzteil an das Pad-One angeschlossen werden.

Der japanische Jazz und Trip Hop Produzent Teezva zeigt in diesem Video mit seinen flinken Fingern, was man mit dem Pad-One anstellen kann.

 

Hier nochmal die Features laut Hersteller:

  • 12 Anschlagdynamische Tasten
  • Bis zu 4 Bänke verfügbar
  • 1 X/Y Touchpad
  • Integrierter MIDI-Editor
  • Beleuchtete Tasten
  • USB- & Mini-MIDI Anschluss
  • Roll & Chromatisierung der MIDI-Note
  • Robustes Aluminium Gehäuse
  • Mini-Midi Kabeladapter
  • PC & Mac kompatibel
  • Maße: B300 x H110 x T24 mm
  • Gewicht: 0,7 Kg
  • Strom: USB-Power oder 5 Volt, 500mA

Herstellerseite: Vestax.de

Preis: ca. 180.- Euro

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“SCRATCH” TSI FILE für TRAKTOR PRO und VESTAX VCI100 MK2

Hallo!

Hier gibts ein TSI File für Traktor Pro zum Download sowie das dazugehörige Video-Tutorial!

http://chicken.giana-brotherz.com/chicken/vci100mk2-chicken.tsi

Viel Spaß beim ausprobieren!

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Der Urvater aller DJ MIDI-Controller, auch VCI-100 genannt, erhielt vor kurzem eine Überarbeitung und geht nun als MK2 mit eingebauter Soundkarte in die nächste Runde. Weiterlesen

vci100mk2

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VESTAX VAI80- The Tank Test

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MusikmesseDa wir die letzten Tage wirklich sehr viel im Shop zu tun hatten und nicht alle Messe-News zeitnah veröffentlichen konnten, kommt hier eine Zusammenfassung mit allen bisher noch nicht erwähnten Produkten. Weiterlesen

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