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Allen & Heath Xone:23

Review – XONE:23C

Der XONE:23 von ALLEN & HEATH ist auch mit integriertem Audio-Interface erhältlich, als XONE:23C. Wir stellen diesen vor und testen die versprochene DVS-Fähigkeit. Weiterlesen

DJ Player

Test: DJ Player 7.5 – iOS-DJ App mit DVS-Steuerung

Viele DJ-Apps sind optisch schön gestaltet und bieten aber oft nur die Grundfunktionen, die zum Auflegen benötigt werden. Ganz anders verhält es sich bei der iOS-App DJ Player, diese möchte mit einer reduzierten Optik und professionellen Funktionen den Anwender überzeugen. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr in dem nachfolgenden Test.

In Apples App-Store gibt es mittlerweile eine recht große Vielzahl an DJ-Apps. Neben einigen unbekannten Softwareschmieden, finden sich auch einige Anbieter darunter, die seit vielen Jahren Lösungen für Computersysteme anbieten. So gibt es beispielsweise Traktor DJ, djay 2 oder Cross DJ wahlweise für das iPhone oder iPad. Die App DJ Player tritt das Erbe des Red Bull DJ Players an und ist bereits seit 2009 verfügbar.

 

DJ Player

DJ Player

 

Ausstattung

Die App DJ Player kann mit bis zu vier Decks genutzt werden und ist in unterschiedliche Arbeitsbereiche unterteilt. Diese bestehen aus einem Mixing-Bereich, einem Setup-Bereich und einem Songbrowser. Im Mixing-Bereich sind die Decks, Effekte und die Mixerfunktionen untergebracht. Zudem lassen sich hier Beatgrids bearbeiten, Cue-Punkte setzen und Loops aktivieren.

 

DJ Player - Grid

DJ Player – Grid

 

In der von mir getesteten Version 7.5 gibt es 11 Effekte, die sich unter anderem aus Filter, Bitcrusher, Flanger, Echo, Hall und Gate zusammensetzen und 8 Cue-Punkte, die in der Wellenform angezeigt werden. Wer nicht selbst beatmatchen möchte, kann von der Sync-Funktion Gebrauch machen und dabei zwischen Tempo- und Beatsync wählen. Für die Soundausgabe lässt sich im Heimanwenderbereich ein Audiospilt-Kabel nutzen, dass das Master- und Vorhörsignal separiert.

 

NI Traktor Cable

NI Traktor Cable

 

Ich persönlich empfehle die Verwendung eines USB-Audiointerfaces (link Griffin), da dieses in der Regel eine bessere Klangqualität liefert und zudem mit Stereosignalen arbeitet. DJ Player erlaubt die Verwendung jeder USB-Class-Compliant-Audiokarte, wobei es vereinzelt zu Problemen kommen kann, die allerdings auf das iOS-8-Betriebssystem zurückzuführen sind. Erkennen kann man USB-Class-Compliant-Geräte daran, dass sie ohne Treiber mit Computersystemen zusammenarbeiten.

Griffin DJ Connect

Griffin DJ Connect

 

Bezüglich der iOS-Kompatibilität bietet beispielsweise Native Instruments eine eigene Webseite mit aktuellen Informationen an. Zur Steuerung der App kann neben dem Touchscreen des iOS-Geräts auch ein MIDI-Controller eingesetzt werden. Zum Lieferumfang der App gehören zahlreiche MIDI-Mappings für populäre Controller von Numark, Pioneer, Vestax und Reloop etc.

 

Pioneer DDJ-SB

Pioneer DDJ-SB

Die MIDI-Mappings lassen sich bearbeiten und an persönliche Bedürfnisse anpassen. Sollte euer bevorzugter Controller nicht enthalten sein, so könnt ihr auf der Webseite von DJ TechTools (https://maps.djtechtools.com) nach einem Mapping suchen oder ein eigenes programmieren. Als bislang einzige iOS-DJ-App kann DJ-Player auch mit Timecode-Medien gesteuert werden. Laut Herstellerangaben können dazu fast alle aktuell verfügbaren Control-CDs oder Vinyls genutzt werden, die es auf dem Markt gibt.

 

Timecode-Medien

Timecode-Medien

Zur Interaktion mit anderen Programmen kann DJ Player MIDI-Clock-Daten versenden. Diese Funktion lässt sich in Verbindung mit Apps auf dem gleichen iOS-Gerät nutzen oder per USB/WIFI mit externen Geräten und Computern. Der Songbrowser erlaubt das Laden von Tracks, die lokal auf eurem iOS-Gerät oder in eurer Dropbox gespeichert sind, bietet aber auch einen Zugriff auf die Onlinestreaming-Plattform Deezer, für die man ein Premiumabo für 9,99 Euro im Monat benötigt.

DJ Player - Browser

DJ Player – Browser

 

Ausprobiert

Da die App DJ Player mit einem recht großen Funktionsumfang ausgestattet ist, solltet ihr für einen ersten Check ausreichend viel Zeit einplanen. Der Mixing-Bereich ist voller Funktionen, die mit großen Bedienelementen in Aktion versetzt werden können. Das ist zwar gut, um eine treffsichere Ausführung zur ermöglichen, bedeutet aber auch, das recht viele Funktionsbereiche in Untermenüs verborgen sind. Ein direkter Zugriff besteht auf das Starten und Stoppen von Songs sowie auf die Aktivierung von Effekten und Loops. Möchtet ihr hingehen mit Cue-Punkten und Effekten arbeiten, kommt ihr um ein Umschalten der Ansichten nicht herum

 

DJ Player - Cue-Punkte

DJ Player – Cue-Punkte

Eine Abhilfe für dieses Problem gelingt durch einen MIDI-Controller. Mit diesem könnt ihr die App wie eine Software auf einem Computersystem steuern und spart euch das häufig Wechseln der Ansichten. Die Kontrolle nahezu aller Funktionen der App lässt sich auf eine Hardware übertragen. Zugegebenermaßen ist man mit dieser Aufgabe eine Weile beschäftigt, aber ein MIDI-Monitor, der eingehende MIDI-Kommandos einblendet und eine MIDI-Lernfunktion unterstützen diesen Vorgang.

 

DJ Player - MIDI-Mapping

DJ Player – MIDI-Mapping

DJ Player kann zudem mit mehreren USB-Geräten gleichzeitig kommunizieren, so dass ihr zum Beispiel zwei MIDI-Controller oder ein Audiointerface und einen Controller anschließen könnt. Empfehlenswert ist hier der Einsatz eines Hubs, wenn möglich in aktiver Ausführung (mit einer Stromversorgung).

 

USB-Hub

USB-Hub

Losgemixt

Das Laden der Songs gelingt mittels des Songbrowsers. Hier gibt es neben zahlreichen Sortiermöglichkeiten und einer Suchfunktion auch, wie erwähnt, die Möglichkeit online auf Songs zuzugreifen. Dieses funktioniert natürlich nur bei einer aktiven Internetverbindung und eignet sich meiner Meinung nach eher für einen privaten Einsatz. Die Songs werden nach dem Laden in ein Deck analysiert und mit einem Beatraster überzogen. In meinem Test funktionierte dieser Analysevorgang bei geraden 4/4 Tracks recht ordentlich, stieß aber bei komplexeren Rhythmen des Öfteren an seine Grenzen. Um das Beatraster nachzubearbeiten gibt es im Mixing-Bereich eine Vielzahl an Funktionen, so dass die nötigen Schritte wie das Setzen neuer Gridmarker oder das Verschieben des Rasters recht fix ausgeführt werden können. Bei der Anpassung der Songgeschwindigkeit tritt in der App eine Tonhöhenkorrektur in Aktion, die eine brauchbare Klangqualität hat und sich optional deaktivieren lässt. Jedes Deck verfügt über drei beliebig befüllbare Effektbusse.

 

DJ Player - Effekte

DJ Player – Effekte

Die Qualität der Effekte ist durchweg gut und ihre Auswahl praxisgerecht. Durch Umschalten im Mixing-Bereich lassen sich die Effektparameter mit einem XY-Touchpad steuern. Für das Setzen und Triggern von Cue-Punkten gibt es den Menüpunkt Points. Hier lassen sich die entsprechenden Songstellen mit Cue-Punkten markieren und direkt erreichen. Aktiviert man zusätzlich die Funktion „Bounce“, kann man mit den Cue-Punkten kurze Drops in den laufenden Mix einstreuen.

DVS

Um die DVS-Funktion von DJ Player ausprobieren zu können, habe mit meinen Traktor-(MK1)-, Serato- und Cross-Timecode-CDs einen Testlauf gemacht. Die Steuerung funktioniert nach ein paar wenigen Anpassungen im Einstellungsmenü der App wirklich sehr gut und ähnlich direkt wie bei einem computerbasierten DVS-System.

 

DJ Player - DVS

DJ Player – DVS

 

Etwas schade ist allerdings, dass sich die aktuellen MK2-Timecode-Medien von Traktor nicht nutzen lassen. Auf dieses Problem wird in der App hingewiesen, aber ob es in absehbarer Zeit eine Lösung dafür geben wird, ist nicht bekannt.

 

DVS-Hardware

DVS-Hardware

Fazit

Die App DJ Player hinterlässt insgesamt einen sehr guten Eindruck und bietet einen beeindruckenden Funktionsumfang. Klar, kann man nicht erwarten, dass auf einem iPad- oder iPhone-Display die gleiche Menge an Informationen dargestellt werden können wie auf einem Computerbildschirm, schließt man aber einen Controller an das iOS-Gerät an, so lässt sich dieser Nachteil in vielen Bereichen kompensieren. Eine gute Nachricht habe ich noch für alle Interessierten, die nicht wissen, ob die App wirklich das richtig für sie ist: DJ Player kann kostenlos getestet werden!

 

Hersteller: iMect

Web: djplayerapp.com

Bezug: App Store
Preis: kostenlos, In-App: Vollversion 8,99 €

PLUS

+ umfassend ausgestattete DJ-App

+ kombinierbar mit MIDI-Controllern und Soundkarten

+ verschiedene Timecode-Medien verwendbar

+ praxistaugliche Effekte

MINUS

– manche Funktionen nur über Untermenüs erreichbar

– aktuelle Traktor-Timecode-Medien können nicht genutzt werden

 

Alternativen

 

Traktor DJ

8,99 Euro

www.native-instruments.com

 

Cross DJ

6,99 Euro

www.mixvibes.com

 

 

Traktor Kontrol S8 - Draufsicht

Neu: Fundierte News zum Traktor Kontrol S8 – Flagship All-in-one DJ System

Nachdem es unzählige Spekulationen und Internet-Leaks zum neuen Traktor-Schlachtschiff-Controller von Native Instruments gab, veröffentlichte der Hersteller jetzt endlich fundierte und umfassende Informationen über das „Flagship All-in-one DJ System“.

 

Traktor Kontrol S8 komplett

Traktor Kontrol S8 komplett

Der Traktor Kontrol S8 ist ein Fullsize-Controller, der größer ist, als der Kontrol S4 und durch sein auffälliges Layout ein neues Bedienkonzept ermöglichen möchte. Der Mixerbereich ist groß dimensioniert, lässt sich Standalone (d.h. ohne angeschlossenen Computer) nutzen und bietet 4 vollausgestattete Kanäle mit Pegelanzeigen und freier Crossfaderzuweisung.

 

Traktor Kontrol S8 - Mixeransicht

Traktor Kontrol S8 – Mixeransicht

Auf seiner Rückseite gibt es vier Eingänge für Line- oder Phono-Quellen, die zur Musik- oder Timecode-Zuspielung genutzt werden können und zwei Mikrofonanschlüsse. Ausgangsseitig verlässt das Musiksignal den S8 über symmetrische XLR-Main- und Klinke-Booth-Buchsen. Zusätzlich gibt es einen Cinch-Main-Out und zwei MIDI-Buchsen zur Synchronisation.

 

Traktor Kontrol S8 - Anschlüsse

Traktor Kontrol S8 – Anschlüsse

 

Die markanteste Neuerung des S8 ist sein Verzicht auf Jog-Wheels und damit einhergehend die komplette Neugestaltung der Deck-Sektion. Der S8 bietet in diesem Bereich eine Ausstattung, die Bedienelemente der Traktor-Kontrol-F1- und X1MK2-Controller miteinander vereint und dazu noch zwei Displays. Jedes Deck ist mit vier kleinen Fadern, acht farbig beleuchteten Pads und einem Touchstrip bestückt.

 

Traktor Kontrol S8 - Decks

Traktor Kontrol S8 – Decks

 

Im Bedienfokus der Decks steht jetzt also primär die Steuerung von Loops, Cue-Punkten, Samples und der neuen Freeze-Funktion. Die Freeze-Funktion gab es bereits in der Traktor iOS-App und ist vergleichbar mit der Slicer-Funktion, die einige von euch sicherlich aus Serato DJ kennen. Mit den Displays soll der Computerbildschirm, ähnlich wie bei dem von uns getesteten Numark NV, beim Auflegen in den Hintergrund rücken. Die Displays dienen zur Anzeige von Songdaten, der Track-Bibliothek, Remix-Details sowie von Effekten und Loops.

 

Traktor Kontrol S8 - Displays

Traktor Kontrol S8 – Displays

 

Traktor Kontrol S8 - Displays

Traktor Kontrol S8 – Displays

Dem Traktor Kontrol S8 liegt die Vollversion von Traktor Scratch Pro 2 bei, die mit optional erhältlichen Timecode-Medien auch als DVS-System (Digitales-Vinyl-System) zum Einsatz kommen kann.

 

Traktor Kontrol S8 - Software

Traktor Kontrol S8 – Software

 

Features & technische Daten

  • DJ-Controller mit Remix-Decks
  • 4-Kanal Standalone-Mixer
  • 2 hochauflösende Displays
  • 30 berührungsempfindliche Regler und Fader
  • 2 Touchstrips zur Kontrolle der Songposition
  • 16 mehrfarbig beleuchtete Pads
  • 2 anpassbare Effekteinheiten mit über 30 Effekten
  • 24-Bit/96 kHz Audiointerface
  • 4 analoge Eingänge Line/Phono und Mikrofon-Preamps
  • Line-Ausgänge (Main und Booth): XLR/Cinch/Klinke
  • Breite: 38,7 cm, Höhe: 6,6 cm, Länge: 58,5 cm
  • Gewicht: 5 kg
  • Traktor Scratch Pro 2 Software enthalten

 

Traktor Kontrol S8 - Draufsicht

Traktor Kontrol S8 – Draufsicht

 

Meinung & Fazit

Native Instruments setzt mit dem Traktor Kontrol S8 die Mission LIVE REMIXING konsequent fort und schlägt ein neues Kapitel auf. Die detaillierten Sample- und Remix-Deck-Steuerungen stehen jetzt prominent im Vordergrund und bieten einen direkten Zugriff auf die Funktionen, die das digitale DJing vom analogen Auflegen mit Plattenspielern oder CD-Playern unterscheidet. Ich finde dieser Schritt war längst überfällig und zeigt, dass das digitale Auflegen endlich erwachsen geworden ist. Die Abkehr von den Jog-Wheels geht für mich vollkommen in Ordnung, da diese bei vielen Controllern eh nicht sonderlich gut ausgeführt waren und damit keine echte Alternative zu Plattenspielern darstellten. Wer allerdings nicht auf die rotierenden Scheiben verzichten möchte, kann seine bevorzugten Plattenspieler oder CD-Player inklusive Timecode-Medien an den S8 anschließen und hat hiermit eine authentische, analoge Songsteuerung. Die verbauten Displays des Traktor Kontrol S8 werden wir demnächst hier auf dj-lab ausführlich auf ihre Praxistauglichkeit untersuchen und schauen, ob man dadurch tatsächlich komplett auf den Computermonitor verzichten kann. Ich prophezeie mal an dieser Stelle, dass der Nachfolger des S8, wann auch immer dieser erscheinen wird, als komplett autarkes DJ-System ganz ohne Computer auskommen wird. Von den Anschaffungskosten, aber auch von den gebotenen Funktionen her, ist der S8 ein Gerät, das sich in erster Linie an professionelle Nutzer richtet. Einsteiger werden mit einem Großteil der gebotenen Funktionen überfordert sein und bekommen für ein kleineres Budget sicherlich einen passenderen Controller.

 

Preis und Verfügbarkeit

 

Hersteller: Native Instruments

Ladenpreis: ca. 1149 Euro

Verfügbarkeit: ab 30 Oktober

Offizielles Produktvideo:

 

 

 

Traktor Kontrol S8 - Draufsicht

Traktor Kontrol S8 – Draufsicht

Traktor Kontrol S8 - komplett

Traktor Kontrol S8 – komplett

Traktor Kontrol S8 - Vorderseite

Traktor Kontrol S8 – Vorderseite

 

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Yeah, ich flip aus. Bedeutungen, laut Wiktionary: starke Gefühle unkontrolliert und übermäßig ausleben. [a] vor Wut [b] vor Begeisterung oder Freude. In dem Fall trifft b zu. Das SERATO DJ Majorupdate auf 1.7 ist da und mit ihm kommt ein hochgradig interessantes Feature: FLIP. Weiterlesen

Magma Riot DJ Backpack XL

Test: Magma Riot DJ- Backpack XL

Die folgende Situation kommt dem ein oder anderen DJ bestimmt bekannt vor: Man hat mal wieder viel Geld in neues Equipment investiert und der nächste Auftritt steht an. Da auf dem Konto nun erst mal Leere herrscht, wird fleißig beim Transport improvisiert. Pappkartons, Klappboxen, Rucksäcke, Alukoffer aus dem Baumarkt – das Spektrum alternativer Tragelösungen ist breit.

Dass dies Risiken birgt, liegt auf der Hand. Aus diesem Grund gibt es schon seit vielen Jahren professionelle Taschen und Koffer, die speziell auf die Bedürfnisse von DJs zugeschnitten sind.

Spiel, Spaß, Spannung UND Schokolade! Mit diesem (geklauten) Motto ließe sich die neue Magma Riot-Linie treffend beschreiben. Funktional, sicher, bequem UND tolle Optik in einem! Ob das Riot DJ- Backpack XL dem 10€ Alukoffer Konkurrenz macht, erfahrt ihr in unserem Test

All for One – One for All

Die Magma Riot-Linie deckt mit mittlerweile vier Mitgliedern eine Vielzahl von DJ-Szenarien ab. Vom Controller-DJ bis zum DVS-Setup mit großem Vierkanalmischpult ist für jeden etwas dabei. Alle Taschen der Riot-Linie sind dabei aus wasserfestem Material mit wasserdichten Reißverschlüssen. Weiterhin haben alle Modelle die knallrote Innenpolsterung gemein. Die bringt nicht nur optische Abwechslung herein, sondern ist gleichzeitig funktional. Denn wer schnell mal im dunklen Club etwas aus den Untiefen der Tasche fischen will wird für den optischen Kontrast dankbar sein.

Was passt rein?

Fangen wir ausnahmsweise hinten an. Das Hauptfach des Riot DJ-Backpack XL kommt nach dem Öffnen des 180° Reißverschlusses zum Vorschein. Neben einem Zweikanalmischpult (hier: Vestax PMC-05ProIV) oder Controller passt mit etwas gutem Willen noch ein Traktor Kontrol F1 samt Tasche dazu.

Magma Riot DJ Backpack XL

Magma Riot DJ Backpack XL

Die Inneneinteilung des Hauptfachs ist dabei flexibel anpassbar. Insgesamt zehn variable Polster in drei verschiedenen Größen bieten Raum für jede Menge Kreativität. Ein extragroßes Polster und der verstellbare Fixiergurt sichern das Equipment beim Transport.

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Auf der anderen Seite des Hauptfachs bietet sich eine gepolsterte Tasche für Zubehör wie Kabel an. Im Plattenfach finden Timecode-Vinyls und Slipmats ihren Platz.

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Sollte es doch einmal eng werden, kann man den Rucksack noch über ein Reißverschlusssystem erweitern. Dabei ist zu beachten, dass der Rucksack dann nicht mehr als Handgepäck durchgeht.

Als nächstes kommt das gepolsterte Laptopfach an die Reihe. Hier finden Laptops bis 17 Zoll Platz, eine Innentasche eignet sich für den Transport des Netzteils.

Die beiden großen Fronttaschen sind ideal für kleineres Zubehör wie Soundkarte, Tonabnehmer, Kopfhörer oder ähnliches. Zwei zusätzliche Reißverschlusstaschen pro Fach sowie diverse Netztaschen sorgen für Ordnung im Kleinteilechaos.

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Unterwegs

Ist alles sicher verpackt kann der Abend beginnen. Auch beim Transport eröffnet das Riot DJ- Backpack XL zahlreiche Möglichkeiten. Durch das großzügige Rückenpolster und die breiten Gurte ist der Tragekomfort als Rucksack sehr angenehm. Ein zusätzlicher Brustgurt sorgt für Stabilität bei hohem Gewicht und längeren Strecken. Wer lieber einen Trolley verwendet, zum Beispiel den Magma Riot DJ-Trolley, kann die Tasche mit der Trolleyschlaufe befestigen. Mit eben dieser abnehmbaren Schlaufe lassen sich auch die Rucksackgurte fixieren, falls man die Tasche lieber seitlich trägt. Die dafür vorgesehenen Handgriffe sind fest vernäht und versprechen auch bei hoher Belastung Sicherheit. Die Reißverschlüsse laufen durchweg sauber ohne hängen zu bleiben. Manchmal muss man aber etwas kämpfen, um um die steiferen Ecken der Tasche herumzukommen.

A propos Sicherheit! Der Reißverschluss des Hauptfachs ist mit einem Vorhängeschloss sicherbar. Außerdem verhindern 5 Schnallen rundherum, dass der teure Mixer fliegen lernt, falls sich das Hauptfach aus Versehen öffnet.

Challenge accepted!

Laut Produktbeschreibung sind Außenmaterial und Reißverschlüsse wasserdicht. Um das zu prüfen, könnte man die Tasche nun ganz konventionell unter die Dusche stellen. Das erschien uns aber nicht unbedingt alltagstauglich. Deswegen haben wir den Magma-Rucksack, dem Puls der Zeit folgend, mit Eiswasser übergossen.

Einzig der Tester wurde aufgrund mangelnder Planung nass. Das Riot DJ-Backpack XL ließ diese Herausforderung im wahrsten Sinne kalt!

Fazit

Das Riot DJ-Backpack XL bietet Stauraum in einer Menge, die Tine Wittler vor Verzückung hyperventilieren ließe! Die zahlreichen Möglichkeiten die Tasche den eigenen Bedürfnissen anzupassen machen einfach Spaß. Es ist erstaunlich, wie viel man mit ein wenig Kreativität und gutem Willen hinein bekommt. Selbst bei hohem Gewicht bietet das Riot DJ-Backpack XL noch einen guten Tragekomfort. Kürzere Strecken durch die Stadt sind problemlos möglich. Die variablen Tragemöglichkeiten und die Option einen Trolley zu verwenden runden das Erlebnis ab. Die Verarbeitung bietet keinerlei Grund zur Beanstandung und verspricht eine lange Haltbarkeit. Wer nach einer verlässlichen Möglichkeit sucht sein Equipment sicher und bequem zu transportieren, dem sei die Magma Riot-Linie bedenkenlos empfohlen (Und der Baumarktkoffer verschwindet erst mal mit einem Kopfschütteln im Keller).

Features laut Hersteller:

  • Passend für Kontrol S4/S2, Terminal Mix 4, VCI-400/380, MPK-25, MPC Renaissance, Sixty-Two, Kontrol Z2, DJM-T1 + 17” Laptop und Zubehör
  • Robuste und wasserdichte Tarpaulin-Oberfläche + wasserdichte Zipper
  • Zipper des Haupt- und Laptopfachs sind abschließbar (mit kleinem Vorhängeschloß)
  • “Zip-Around-Expansion-System” vergrößert Kapazität des Hautfachs
  • 1 cm stark gepolstertes Innenfutter aus weichem Flies (herausnehmbar)
  • Hauptfach inklusive variabel (Klettfunktion) positionierbarer Trennwand, Schutz-Panel und Zusatzpolstern sowie Netzfach für Kopfhörer
  • Separates, gepolstertes Laptopfach (bis 17“) mit Netzfach für Kabel und Adapter
  • Zwei geräumige Aussentaschen mit zahlreichen Fächern für kleinteiliges Zubehör
  • 5 Kompressionsschlaufen
  • Gepolstertes Backpanel und ergonomisch geformte Rucksackgurte mit verstellbarem Brustverschluss
  • Vertikaler und horizontaler Tragegriff
  • Abnehmbare Trolley-Schlaufe für Fixierung am Trolley
  • Handgepäcktauglich, bei den meisten Airlines (falls nicht vergrößert)
  • Außenmaße (H/B/T): 56 x 37 x 23 / Innenmaße: 51 x 32 x 8 cm (Controller Fach)

Zur Herstellerseite

Preis: 189.- Euro

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Hier geht es zum Test von AMAZONA.DE

Weitere Modelle aus der Magma Riot Linie:

Riot DJ-Backpack: Passend für 15,4‘‘, Timecode Platten, Soundkarte, Laptop-Stand, Kopfhörer oder kleinere Controller wie Ableton Push, X1/F1, Maschine etc.

Riot DJ-Backpack XXL: Passend für DDJ-SX, DDJ-SR, DDJ-S1/T1, XDJ-R1, NS6, Mixdeck Quad/Express etc. Gepolstertes Laptopfach (bis 19″) inkl. Netztasche für kleineres Zubehör

Riot DJ-Trolley: Passend für Kontrol Z2, Sixty-Two, Sixty-One, Sixty-Eight, DJM-T1 etc. oder kleinere Controller wie Push, Maschine, APC 20 etc. Großes Frontfach passend für 12“ Vinyl oder zusammenklappbaren Laptop-Ständer Kugelgelagerte und leise laufende PU-Inlinerrollen. 
Robuster und im Inneren komplett versenkbarer Teleskop-Griff

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Neu: Pioneer DDJ-SX2 – Alle Infos zum Update

Es scheint so, als würde die DJ-Industrie zum Herbst hin wieder aktiver werden. So auch Pioneer. Es ist gerade mal ein Jahr her, dass der Pioneer DDJ-SX das Licht der Welt erblickte. Ab Oktober 2014 soll nun der DDJ-SX2 auf den Markt kommen – ein Update, dass einige Verbesserungen mit sich bringt. Als erster Serato DJ-Controller wird er in vollem Umfang die Serato Flip Erweiterung bedienbar machen und ist hardwareseitig dann auch DVS-fähig. Weitere interessante Infos zum Update findet ihr in dem nachstehenden Auszug aus der Pioneer Pressemitteilung:

Verbessertes Design: Pioneer DJ stellt den DDJ-SX2 vor

– den ersten Controller mit zusätzlichen Tasten für das neue Serato Flip

Willich, im August 2014 –  Pioneer DJ stellt den DDJ-SX2 vor, den branchenweit ersten Controller, der DJs die native Arbeit mit dem erst diese Woche erschienenen Serato Flip ermöglicht. Der vierkanalige DDJ-SX2 basiert einerseits auf seinen Vorgänger, bietet andererseits aber zwei “Must-haves” des Spitzenmodells DDJ-SZ: Performance-Pads mit Multicolor-LED-Cue-Points sowie digitale Cue-Point-Marker am Jog-Wheel. Außerdem lässt es sich auf Serato DJ DVS upgraden und glänzt mit verbesserter Jog-Wheel-Latenz. Damit wird er zum ultimativen Tool für Scratcher.

Serato Flip ist eine kostenpflichtige Erweiterung für Serato DJ, die dem DJ die Möglichkeit gibt, Hot-Cue-Sequenzen “on the fly” aufzunehmen und gleich wieder abzuspielen. Der DDJ-SX2 ist der einzige Controller mit zusätzlichen Tasten – “Record”, “Start” und “Slot” – um Serato-Flip-Performances intuitiv zu bedienen. Besitzer des DDJ-SX2 können Serato Flip kostenlos ihrem Software-Pack hinzufügen: der Controller wird im Bundle mit einem Gutschein für ein kostenloses Serato Flip Expansion-Pack im Wert von 22 Euro geliefert.

Der DDJ-SX2 inklusive Gutschein für eine kostenfreie Serato Flip Erweiterung ist ab Oktober zum empfohlenen Verkaufspreis von 999 Euro inkl. Mehrwertsteuer zu haben. AUSSERDEM enthalten die ersten 10.000 Einheiten ZUSÄTZLICH einen Gutschein-Code für das Serato Video-Expansion-Pack im Wert von etwa 129 Euro (UVP)!

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NEUE FEATURES DES DDJ-SX2

  1. 1.     EXKLUSIV: Gesonderte Tasten für die intuitive Steuerung von Serato Flip

Mit der Extension Serato Flip können DJs Hot-Cue-Kombinationen aufnehmen und als Loop abspielen. So lassen sich selbst-getriggerte Cues mit den Performance-Pads aufnehmen und bei Bedarf automatisch als Sequenz loopen. 6 Slots speichern bis zu 6 Sequenzen für die spätere Wiedergabe. Das alles lässt sich intuitiv mit nur 3 Tasten steuern: Record (Aufnahme starten/stoppen), Start (Loop-Wiedergabe starten/stoppen) und Slot (speichern).

  1. 2.     NEU: Performance-Pads mit Multicolor-Cue-Point-LEDs

DJs können jederzeit quantisierte Hot-Cues, Rolls, Slices und Samples triggern oder “Shift” drücken, um Cue- und Slicer-Loops zu speichern und zu aktivieren ­– während der Velocity-Modus ihnen erlaubt, die Lautstärke des Samples durch die Stärke des Fingerdrucks zu regulieren. Die hintergrundbeleuchteten Multicolor-LEDs zeigen an, welche Modi zur Zeit im Spiel sind und welche Cue-Points der DJ in Serato DJ voreingestellt hat.

  1. 3.     NEU: Verbesserte Jog-Wheels mit visuellen Cue-Point-Markern und Countdown

Der DDJ-SX2 besitzt verbesserte Jog-Wheels mit niedriger Latenz für das Scratchen mit perfekter Rückmeldung. Zusätzlich zum hintergrundbeleuchteten LED On-Jog-Display das den Wiedergabestatus der Tracks anzeigt, verfügt dieses Modell über beleuchtete Cue-Point-Marker und einen exakten Countdown für noch mehr Präzision beim Scratchen und Reversen.

  1. 4.     NEU: Bereit für das Serato-DJ-DVS-Upgrade plus vielfältige Anschlüsse

Wie sein Vorgänger hat der DDJ-SX2 vier Eingänge, so dass er sich an DJ-Player und/oder Plattenspieler anschließen und als 4-Kanal-Stand-Alone-Mixer benutzen lässt. Er ist für das Upgrade auf Serato DJ DVS vorbereitet. DJs, welche sich das Serato DJ DVS Expansion-Pack zulegen,  können dann mit CDJs und analogen Plattenspielern steuern und scratchen, wenn sie Serato NoiseMap Control CD/Vinyl benutzen. Zwei Master-Ausgänge (XLR und Cinch) und ein Booth-Ausgang ermöglichen den direkten Anschluss an eine professionelle PA-Anlage. Die beiden Mikrofoneingänge wurden ebenfalls verbessert, um Störeinstreuungen noch besser zu unterdrücken.

WEITERE FEATURES

  • Slip-Modus
  • Sound-Colour-Filter in jedem Kanal
  • Einstellbare Crossfader
  • Needle Search
  • VU-Meter für Master und Kanäle
  • Steuert Traktor Pro2 (Download und Einrichten der TSI-Mapping-Daten erforderlich)
  • MIDI-kompatibel
  • Professionelle Verarbeitung
  • Hochwertige Audiobauteile
Pioneer DDJ-SX2 vs SX

Pioneer DDJ-SX2 vs SX

Zusammengefasst

Mit dem Pioneer DDJ-SX2 bekommt man ein Update des Vorgängers, das an die neuen Features von Serato DJ angepasst wurde. Die Verbesserungen sind alle sinnvoll und selbsterklärend. Ob man sich wegen der bunten Performancepads und dem Serato Flip Feature für einen Umstieg entscheidet, ist Geschmacksache. Durch die interne Überarbeitung ist der SX2 jedoch DVS-fähig und dürfte somit vielleicht einige Scratch Live User interessieren, die sich bisher nicht getraut haben einen kompletten Umstieg zu wagen. Der DDJ-SX2 wäre zu mindest im professionellen Bereich eine der wenigen 4-Deck Konsolen , die die Vorteile aus Controller- und DVS-Welt bieten wird. In wieweit die Umsetzung auch einen reibungslosen Workflow gewährleistet, bleibt abzuwarten bis wir erste Tests durchgeführt haben.

Hier noch mal alle Neuerungen im Überblick:

  • Fest zugeordnete Serato Flip Knöpfe
  • Serato Flip ist kostenlos im Lieferumfang
  • Für die ersten 10.000 Käufer ist eine kostenlose Serato Video Lizenz beigelegt
  • Neue RGB Performancepads in den Farben der Cue-Punkte
  • Verbesserte Jogwheels mit Cue-Punkt Marker
  • Bereit für Serato DVS-Upgrade
  • Die Vinyl-Taste ist mit der Slip-Mode-Taste zusammengeführt worden

Preis: ca. 999.- Euro

Lieferzeit: Oktober 2014

Was denkst Du über den neuen Pioneer DDJ-SX2? Sind die neuen Features so interessant, dass Du um- oder einsteigen würdest? Für freuen uns über Deine Meinung!

Zur Herstellerseite

 

Akai Advanced Serie VIP Software

AKAI – Modulare Controller für SERATO DJ

Zwei neue Controller von AKAI schließen ein Lücke. Nach einer Flut von All-In -One Controllern stehen demnächst auch zwei modulare Einheiten für die Steuerung von SERATO DJ zur Auswahl. Weiterlesen

13 Foto Xone-23

Test: Allen&Heath Xone:23C – 2-Kanal Mixer mit Audio-Interface

Der britische Mixerspezialist Allen&Heath enthüllt mit den beiden Modellen Xone:23 und Xone:23C die offiziellen Nachfolger des 2-Kanalers Xone:22. Worin sich die beiden neuen Kompaktmixer unterscheiden und welcher der Richtige für euch ist, erfahrt ihr in diesem Test.

Allen&Heath ist die bevorzugte Mixermarke vieler bekannter DJ-Größen und wird aufgrund ihres exzellenten Klangs und der hervorragend verarbeiteten Hardware sehr geschätzt. Der Xone:22 diente fünf Jahre lang als Einstiegsmodell und wird jetzt durch die beiden Modelle Xone:23 und Xone:23C ersetzt. Beide Geräte unterscheiden sich optisch nur marginal voneinander, möchten aber verschiedene User ansprechen.

Unboxing – Oberseite

Der Xone:23C ist ein kompakter Battlemixer, mit einem robusten Metallgehäuse und zwei Kanalzügen. Allen&Heath bezeichnet das Gerät als „2+2“-Kanalmixer, da sich die Einspeisung der Eingangssignale mit Drehreglern steuern lässt und somit bis zu vier Geräte parallel nutzbar sind.

1 Foto Eingangsdrehregler

Bis zu 4 Eingangs-Signalquellen schafft der Xone:23C

 

Die beiden identisch ausgestatteten Kanalzüge bieten Fader mit einem fünf Zentimeter langen Regelweg und dreibandige Kill-Equalizer. Per Knopfdruck auf den Filterschalter gelangen die Kanalsignale in ein spannungsgesteuertes, analoges Filter, das mit einer selektierbaren Hochpass- und Tiefpass-Regelung ausgestattet ist und mit Resonanz gekoppelt werden kann.

2 Foto Filterschalter

Die Aktivierung des Filterwegs erlaubt zudem das Einschleifen der Signale in eine externe Effektschleife, um beispielsweise Geräte wie ein Korg Kaoss Pad nutzen zu können. Beide Mixerkanäle sind dem Crossfader fest zugeordnet, der zwei umschaltbare Verlaufskurven besitzt. Ambitionierte Scratch-DJs wird es freuen, dass der Crossfader mit wenigen Handgriffen gegen einen optional erhältlichen Innofader ausgetauscht werden kann.

3 Foto Crossfader 1

 

Zur Überwachung der Eingangspegel besitzt der Xone:23C eine mittig platzierte, neunstufige LED-Kette. Die Kontrolle der Ausgangssignale gelingt mit individuellen Drehreglern für das Master- und Monitorsignal sowie für den Kopfhörerausgang. Die Oberseite des Mixers beherbergt zudem eine XLR-Buchse, die den Anschluss eines Mikrofons erlaubt.

4 Foto LED Master

Im Gehäuse des Xone:23C steckt eine USB-Soundkarte mit zwei Stereo Ein- und Ausgängen. Diese arbeitet mit 24 Bit bei 96 kHz und ist in Verbindung mit der zum Lieferumgang gehörenden DJ-Software Cross LE als Timecode-Schnittstelle nutzbar.

Unboxing – Rückseite

Die Rückseite des Mixers ist mit zahlreichen Ein- und Ausgangsbuchsen versehen, die eine Einbindung des Geräts in ein klassisches oder digitales Setup erlauben. Die Master-, Booth- und Record-Ausgänge sind als symmetrische XLR- und unsymmetrische Cinch-Buchsen ausgeführt.

5 Foto Anschlse Alternative

Xone:23C Anschlüsse

Die vier Eingangsbuchsenpaare dienen ab Werk dem Anschluss von zwei Line- und zwei Phono-Signalquellen und lassen sich durch einen kleinen Umbau im Inneren des Mixers in vier Line-Pegel-Eingänge überführen.

6 Foto Umbau

Die Effektschleife befindet sich in der Mitte und ist als Cinch-Eingangs- und Ausgangspaar ausgeführt. Die digitalen Schnittstellen des Xone:23C setzen sich aus einer USB-Soundkartenbuchse und einer RJ45-Buchse zusammen, die den Anschluss von Xone:K-Serien Controllern erlaubt. Aktuell bietet Allen&Heaths nur das Modell Xone:2K an, das diesen Herbst um weitere Vertreter ergänzt wird.

Verkabelt & Ausprobiert

Der Xone:23C lässt sich aufgrund seines gradlinigen Aufbaus sehr einfach in verschiedene DJ-Setups integrieren. Die Verarbeitung des Mixers ist hochwertig und die verbauten Fader und Drehregler geben eine gute Rückmeldung für ein exaktes Mixing. Der Masterausgang liefert mit +28 dBu einen beachtlich hohen Ausgangspegel und die Kanäle sind mit einem Headroom von + 20 dB sehr pegelfest.

7 Foto Xone_23C

Neben dem druckvoll klingenden Ausgangsignal und den kräftig zupackenden EQs weiß auch das analoge Filter, ein Markenzeichen der Xone-Mixer, klanglich zu gefallen. Etwas schade ist allerdings, dass sich die Filterschaltung und die Effektschleife nur gemeinsam aktivieren lassen, da es hierdurch zu Einschränkungen in der Mixpraxis kommt. Die USB-Soundkarte nimmt ihre Arbeit nach der Installation der passenden Treiber auf, die für Windows- oder Mac-Computer angeboten werden. Obwohl der Hersteller im Gerätehandbuch für alle Betriebssysteme die Treiberinstallation empfiehlt, gelang in unserem Test die Kombination mit einem Mac auch ohne Treiber. In der Mixanwendung konnte die Soundkarte mit kurzen Latenzzeiten und einem guten Klang überzeugen.

Timecode-Steuerung

Der Xone:23C wird mit einer Cross-LE-Lizenz ausgeliefert, die auf Mac- oder Windows-Rechnern installiert werden kann. Die Software erlaubt das digitale Mixen mit zwei Decks und lässt sich mit Controllern oder Timecode-Medien steuern. Für die Controller der Xone:K-Serie beinhaltet die Software fertige Mappings, die per Plug&Play zur Verfügung stehen.

Die Timecode-Audiodateien können von der Webseite des Softwareherstellers (Mixvibes) heruntergeladen werden und lassen sich mit einem Zuspieler wiedergeben, um die Software zu kontrollieren. Damit die Signale der Timecode-Medien in Cross LE landen, muss das Gehäuse des Mixers geöffnet und zwei Kabel angeschlossen werden.

 

8 Foto Sound 8 Foto

 

 

 

 

 

Technikaffine DJs werden mit dieser kleinen Bastelarbeit sicherlich keine Probleme haben, zumal diese in wenigen Minuten erledigt ist. Für Einsteiger und Anwender, die mit verschiedenen Setups arbeiten, wäre allerdings eine Umschaltmöglichkeit für das Signalrouting die bessere Lösung gewesen. Die Timecode-Steuerung in Cross LE gestaltet sich nach der Durchführung der notwendigen Einrichtungsschritte nebst Kalibrierung problemlos.

9 SC cross timecode

Die Timecode-Steuerung erlaubt die absolute und relative Geschwindigkeitsbeeinflussung der Songs und kann auch zum Scratchen und der Navigation in der Songbibliothek genutzt werden. Die Software Cross LE ist zudem mit Effekten, einer Loop-Funktion und Hot-Cue-Speicherplätzen ausgestattet.

10 SC cross le

Digitales DJing

Die interne Soundkarte des Xone:23C kann neben der Kombination mit Cross LE auch mit nahezu jeder anderen Computersoftware genutzt werden. DJs die beispielsweise mit Traktor (ohne Timecode) oder Ableton Live auflegen, können den Mixer zur Soundausgabe verwenden und sparen dadurch Verkabelungsarbeit und die Anschaffung eines separaten Audiointerfaces.

11 SC Traktor

Der Mixer kann per USB-Kabel und passendem Adapter darüberhinaus auch mit einem iPad Verbindung aufnehmen. Alle Kanäle der Soundkarte können für DJ-Gigs oder andere live-Einsätze genutzt werden.

12 SC DJ Player 2

Setup DJ-Player App (iPad)

12 SC DJ Player 1

DJ-Player APp (iPad)

 

 

Unterschiede

Der Xone:23C und das Geschwistermodell Xone:23 unterscheiden sich neben einer geringfügig abweichenden Lackierung im Wesentlichen durch die digitalen Schnittstellen. Der Xone:23 kann ausschließlich analoge Phono- oder Line-Eingangssignale verarbeiten und bietet keine Soundkarte und keine Anschlussmöglichkeit für Xone:K-Controller. Die gute Klangqualität sowie die ordentliche Verarbeitung und das analoge Filter haben beide Modelle vorzuweisen.

13 Foto Xone-23

Allen & Heath Xone:23

 

Fazit

Mit dem Xone:23C bietet Allen&Heath einen ordentlichen 2-Kanaler an, der nahtlos analoge und digitale Quellen miteinander verschmelzen lässt. In Verbindung mit der beiliegenden Software Cross LE gelingt zudem der Einstieg in das Mixen mit Timecode-Medien. Das kompakte und sehr robuste Gerät bietet einen guten Klang und kann durchaus in einer professionellen Installation genutzt werden. Das insgesamt positive Bild wird lediglich durch die oben beschriebenen Eingriffe in das Geräteinnere getrübt, die anfallen, wenn der Mixer in unterschiedlichen Setups genutzt werden soll.

Hersteller: Allen&Heath

Bezug: Fachhandel

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PLUS

+ Guter Klang

+ Kompaktes, robustes Gehäuse

+ Soundkarte mit niedriger Latenz

+ Analoges Resonanzfilter

+ Mixvibes Cross LE enthalten

MINUS

– Gehäuse muss für Timecodenutzung geöffnet werden

– Kombinierte Effekt- und Filterschaltung

 

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